Deutschschweiz

BDW Porträts Vorstand

Martin Wiederkehr (Präsident)

Martin Wiederkehr (Jg. 1964) hat seine erste Traubenernte 1983 gelesen.
Seine Ausbildungsstationen: Winzerlehre, Getränkeingenieur, Wirtschaftsstudium - hat von der Produktion bis zum Verkauf alle Stationen der Wertschöpfungskette in der Nahrungsmittel- und Weinproduktion und Nahrungsindustrie geführt und war unter anderem Generaldirektor der Cave de Genève SA in Satigny und Direktor der Weinkellerei Rutishauser AG mit komplett eigenen Produktions- und Vertriebslinien.

Er sitzt in diversen schweizerischen Entscheidungsräten ein, ist 5-facher Verwaltungsrat und Advisory Boards in Venture Capital- und Immobilienfirmen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

 

Beat Kamm (Zürich)

Am 31. März 1974 bin ich in Teufen im Zürcher Unterland geboren und habe die meiste Zeit auf dem nicht alltäglichen Betrieb des Schlosses Teufen verbracht. Aus meinen frühen Kindheitserinnerungen ist immer noch das Bild des dunkeln Weinkellers des Schlosses mit all seinen Geheimnissen und Gerüchen in meinem Kopf. Nachdem für mich als Jugendlicher bald einmal klar war, dass Kühe nicht mein Ding sind, entschied ich mich, auf das zweite Standbein des Betriebs zu setzten.

Nach drei Lehrjahren als Winzer, die mich an den Zürichsee, ins Bündnerland und in den Kanton Aargau führten, hatte ich die Gelegenheit, in Madagaskar mein gerade erworbenes Wissen auf dem Betrieb meines Onkels in einem viermonatigen Praktikum anzuwenden. Nach der Rückkehr und dem unvermeidlichen Intermezzo in der Schweizer Armee, hängte ich eine Zweitlehre als Weintechnologe an, die ich in der Weinkellerei GVS Schaffhausen absolvierte. Nach einer Herbstkampagne im Volg in Winterthur und einem Praktikum im Vully ging es weiter nach Down Under, um im Barossa Valley Weinbau auf eine ganz andere Art zu entdecken. Ein Telefonanruf im Januar 1999, in dem mir meine Eltern mitteilten, dass der bisherige Betriebsleiter gekündigt habe, führte zum Entschluss, per Anfang April 1999 die Verantwortung über die 4.31 ha Reben und die Kellerei mit Lohnkelterung in einer Generationengemeinschaft zu übernehmen.

Ab 1. Januar 2013 haben mein Bruder und ich die Betriebe als Ganzes von unseren Eltern übernehmen können. Neben dem grossen Landwirtschaftsbetrieb, dem Wald und den Rebbergen, ist die Dominate aber sicher das gesamte Ensemble des Schlosses Teufen, das erhaben am Fuss des Irchels über der Töss und dem Rhein liegt.

Im März 2019 wurde ich zum Präsidenten des Branchenverbands Zürcher Wein gewählt und in den Vorstand des Branchenverbands Deutschschweizer Wein.

 

Beat Hedinger (Schaffhausen)

Im Jahr 1962 als dritter Sohn auf einem kleinen Landwirtschaftsbetrieb mit Rebbau in Wilchingen/SH geboren, war ich von Kindheit an mit dem Weinbau verbunden. Als Kinder war es unsere Pflicht, vor allem im Rebbau aktiv mitzuhelfen, was an schulfreien Nachmittagen bei uns gar nicht gut ankam. Nach Auflösung des kleinen Landwirtschaftsbetriebs in den 80er-Jahren wurde der Rebbau in der Familie weitergeführt. 1989 übernahm ich zusammen mit meiner Familie in dritter Generation die Reben, die wir heute noch gemeinsam pflegen.

Nach den Ausbildungen zum Zimmermann und Polizist übernahm ich im Jahr 2002 die Geschäftsführung des damals neu gegründeten Branchenverbands Schaffhauser Wein. Zusammen mit vielen motivierten Persönlichkeiten bauten wir das heute sehr aktive Schaffhauser Blauburgunderland auf. Im Jahr 2007 übernahm ich neben der Geschäftsführung des SH Blauburgunderlands auch die der Tourismusorganisation „Schaffhauserland Tourismus“. Seither sind in Schaffhausen Wein und Tourismus unter einem Dach, ganz nach dem Motto: „Dort wo der Wein ist, ist auch der Tourismus und dort wo der Tourismus ist, ist auch der Wein“.

Seit mehreren Jahren engagiere ich mich auch in der „Internationalen Weinregion Bodensee“, die das Ziel hat, den Wein und die Weinerlebnisse rund um den Bodensee bei den vielen Hunderttausenden von Gästen bekannter zu machen.

 

Ueli Liesch (Graubünden)

Porträt folgt.

 

Roland Michel (Aargau)

Porträt folgt.

 

Markus Müller (Thurgau)

Ein Bündner im Thurgau. Seit 2008 bewirtschafte ich zusammen mit meiner Frau Daniela als Pächter das Rebgut Sunnehalde in Weinfelden.

Ich wurde 1967 geboren und bin in Zizers ausgewachsen. Nach der obligatorischen Schulzeit begann ich die Lehre als Winzer und Weinküfer in verschiedenen Betrieben in der Schweiz. Mitte der 90er-Jahre habe ich die Meister-prüfung als Winzer absolviert.

Nach der Lehre arbeitete ich acht Jahre lang in der bischöflichen Kellerei in Chur als Stellvertreter des Betriebs-leiters. Danach wechselte ich als Verantwortlicher im Keller zu Jakob Hutter nach Zizers. Nach seinem Tod war ich für den ganzen Betrieb zuständig, bis zum Verkauf an die Cicero Weinbau AG. Dort arbeitete ich zwei Jahre mit Thomas Mattmann zusammen.

Danach zog es mich in den Thurgau, wo ich mir den Traum vom "eigenen" Betrieb verwirklichte.

Seit dem 23. Februar 2017 bin ich Präsident des Branchenverbands Thurgau Weine, in dem ich seit acht Jahren im Vorstand tätig bin.

 

Zurzeit vakant (Sankt Gallen)

 

Urs Jauslin (Baselbiet)

Porträt folgt.

 

Rafael Schacher (Zentralschweiz)

Hat die nachfolgende Ausbildungen und Anstellungen durchlaufen:

  • Ausbildung zum Gärtner, Baumschulist
  • Ausbildung zum Winzer bei Liesch (Malans) und Giauque (La Neuveville)
  • Anstellung bei Chateau de Praz
  • Praktikum bei Fam. Rion im Burgund
  • Anstellung als Winzer im Weingut Heidegg, Gelfingen
  • Seit 2011 im Aufbau eines eigenen Weinguts im Luzerner Seetal

Als Delegierter der Zentralschweizer Winzer im Vorstand des BDW seit 2018.

Mehr Informationen unter www.seetal-weine.ch

 

Thomas Wettach (Handel)

Ich wurde am 17. Januar 1964 in Winterthur geboren. Die Nähe zur Weinkellerei hat meine Berufswahl mit beeinflusst. Nach der Lehre als Weinküfer und anschliessendem Studium zum Ing. HTL für Obstverwertung und Weinbereitung am Technikum in Wädenswil begannen meine Wanderjahre. Nach interessanten Tätigkeiten als Önologe in Frankreich und Italien habe ich in die Fruchtsaftindustrie gewechselt. Bei der Firma Unipektin war ich zuerst Inbetriebnahme-Ingenieur und verantwortlich für die Schulung der verschiedenen Prozesse in der Fruchtsaftindustrie vor Ort. In zehn Jahren intensiver Reisetätigkeit auf der ganzen Welt habe ich in über 25 Ländern vor allem Verdampferanlagen, aber auch ganze Fabriken als Projektleiter den Kunden übergeben. In den Jahren 1998 und 1999 war ich grösstenteils in China mit sehr grossen Projekten beschäftigt.

Im Jahr 2000 hat sich die Gelegenheit ergeben, an meinem Wohnort in Winterthur bei den VOLG Weinkellereien als Betriebsleiter wieder in die Weinbranche einzusteigen. Nach einem Jahr als verantwortlicher Önologe konnte ich die Geschäftsleitung übernehmen.

Seit nun mehr achtzehn Jahren leite ich die VOLG resp. DiVino Weinkellereien. Ich vertrete die DiVino Weinkellereien im Vorstand des Schaffhauser Blauburgunderland und im Vorstand des Branchenverbandes graubünden Wein. Im BDW vertrete ich die Interessen der Weinhandelsbetriebe.

Seit 2007 beschäftigen sich die VOLG resp. DiVino Weinkellereien auch mit dem Export von Schweizerwein. So vertrete ich auch die Deutschschweizer Interessen im Vorstand der SWEA.