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Wein-Tipp - Genf- Adventskalender Swiss Wine

  • Dienstag 21 Dezember 2021
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Die Genfer Schaumweine

Seit 20 Jahren erfahren die Genfer Schaumweine eine echte Erfolgsgeschichte, und dies, obwohl sie sich schon seit den 1960er Jahren einen guten Ruf erarbeitet hatten – manchmal sogar über die Grenzen des Kantons hinaus.

Heute findet man in nahezu allen Weinkellern des Kantons einen Schaumwein und manchmal sogar verschiedene Sorten.
Beim Grand Prix des Vins Suisses 2020 kamen drei Cuvées der sechs Finalisten aus dem Kanton Genf.
Dies ist ein bemerkenswertes Resultat, denn wie die meisten Schweizer Weinbauprofis haben sich die Genfer Winzer nicht auf die Herstellung von Schaumweinen spezialisiert. Es ist ein Wein unter vielen in ihrem Angebot, im Gegensatz zu den Winzern aus der französischen Champagne, die sich ausschliesslich auf die Erzeugung von Champagner spezialisiert haben. 

Es gibt verschiedene Methoden zur Herstellung von Schaumweinen.
 

  • Die traditionelle Methode ist sicher die bekannteste. Sie benötigt auch am meisten Zeit (12 bis 36 Monate), bis man einen „fertigen Wein“ erhält. Nach der alkoholischen Gärung im Tank oder im Eichenfass wird der Wein mit Reinzuchthefen abgefüllt, anschliessend wird er verschlossen. In der Flasche erfolgt dank der Hinzufügung von Hefen und Zucker die langsame Flaschengärung. Wenn der Wein fertig ist, wird das Degorgieren durchgeführt (um die Hefe herauszufiltern). Dann wird die Süsse des Weins eingestellt.
  • Die Charmat-Methode, auch Tankgärverfahren genannt, ist schneller. Bei optimaler Kontrolle kann sie eine bemerkenswerte feine Perligkeit hervorbringen. Auch wenn diese Weine üblicherweise nicht zur Alterung gedacht sind, können einige gelagerte Schaumweine dennoch überraschen.
  • Die „Méthode ancestrale“ oder auch Asti-Methode: Der Wein wird vor dem Ende der alkoholischen Gärung abgefüllt. Der Wein ist also nur zum Teil fertig vergoren. Man spricht auch von Pet Nat als Abkürzung für „pétillant naturel“.
  • Seit Kurzem gibt es auch Schaumweine mit zugesetzter Kohlensäure. Sie sind günstiger und werden häufig in Glasflaschen mit klassischem Aussehen und einem Drehverschluss angeboten. Anders als andere Schaumweine, für die ein Glas mit einer gewissen Dicke erforderlich ist, damit die Flasche dem Druck von fast sechs Bar widerstehen kann (dreimal so hoch wie bei einem Autoreifen). Zudem ist ein spezieller Korken mit einer metallischen Agraffe notwendig.

Ein Schaumwein muss gekühlt, mit zwischen 8 und 10 °C serviert werden, er darf jedoch nicht geeist sein. Eine langsame Kühlung im Kühlschrank ist einer Kühlung im Tiefkühlgerät vorzuziehen. Wenn Sie es eilig haben, sollten Sie den Schaumwein für 30 Minuten in einen Sektkübel mit kaltem Wasser und Eiswürfeln stellen.

Zum Servieren ist eine Sektflöte einer Sektschale vorzuziehen, damit man die Perlenstränge, die der Oberfläche entgegenschweben, besser beobachten kann. Von diesen Gläsern gibt es verschiedene Modelle, einige sind recht gerade und schmal, andere sind etwas aufwendig gearbeitet, damit man die Aromen des Schaumweins besser wahrnehmen kann.

Beim Öffnen der Flaschen muss man behutsam vorgehen. Nach dem Entfernen der Agraffe hält man den Korken mit der einen Hand fest und dreht die Flasche vorsichtig mit der anderen, so dass der Korken mit einer Art diskretem Seufzer aus der Flasche kommt. Anschliessend giesst man den Schaumwein langsam in zwei oder drei Schritten in die Sektflöten, um ein Überschäumen zu vermeiden.