Aktuelles

Silvester feiern auf Berner Art

Quelle /
stü

Schaumwein ist für Berner Winzer ein Nischenprodukt

Die Welt des Schweizer Schaumweins hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Das stellt Ursula Irion fest, Geschäftsführerin der Rebbau-Genossenschaft Spiez. Einerseits hätten die Produkte qualitativ einen grossen Sprung nach vorne gemacht. Andererseits habe sich die Nachfrage verändert. Die Statistik zeigt: Weltweit werden heute 30 Prozent mehr Schaumweine als noch vor zehn Jahren getrunken.

Die steigende Nachfrage spüren auch bernische Winzer: Beat Burkhardt vom Weingut Bielerhaus stellt selber zwar erst seit einem Jahr Schaumwein her. Ein Kollege, der schon länger im Geschäft sei, habe ihm aber kürzlich gesagt, der Absatz sei über die letzten Jahre hinweg leicht steigend. Und Ursula Irion sagt: «Früher hätte ich mich nicht getraut, gleich zwei Schaumweine im Sortiment zu haben.» Die Kellermeisterin stellt zudem fest, dass der einzelne Kunde heute zwar seltener Wein und Schaumwein trinkt, dafür mehr Wert auf die Qualität legt. Dem trug sie Rechnung und hat 2013 den Jahrgangsschaumwein Jubile lanciert. Für Winzer im Kanton Bern ist Schaumwein trotzdem ein Nischenprodukt.

Die beiden Betriebe verkaufen je rund 1000 Flaschen pro Schaumwein. Zum Vergleich: Grosse Schweizer Hersteller kommen pro Jahr auf rund 100 000 Flaschen, die deutsche Rotkäppchen-Mumm-Gruppe, eine der grössten Produzentinnen der Welt, auf über 150 Millionen Flaschen.