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Die 125 besten Schweizer Winzer wurden erkoren

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Zum sechsten Mal in Folge vergibt Gault Millau Auszeichnungen an Schweizer Winzer, die durch ihr engagiertes Schaffen aussergewöhnliche Weine produzieren.

In zwei Sonderkategorien werden zum einen junge, innovative Winzer  als «Rookies» ausgezeichnet, und zum anderen erhalten etablierte Winzergrössen, welche das Schweizer Weinschaffen besonders geprägt haben, für ihr Werk die Auszeichnung als «Ikone des Schweizer Weins». Die Liste der Gault Millau Top 125 Schweizer Winzer findet in der breiten Öffentlichkeit grosse Beachtung und ist zu einem etablierten Guide für den Endkonsumenten geworden, um Schweizer Weine kennenzulernen und Newcomer zu entdecken. Ausserdem soll mit der Ehrung der Winzer ebenfalls eine Brücke zwischen lokalen Weinproduzenten und der Gastronomie geschlagen werden. Die Kollaboration ermöglicht es, dass die Schweizer Weine mehr ins Zentrum der Weinkarten von klassierten Gault Millau Betrieben gerückt werden.

Die unabhängige Fachjury, welche sich aus verschiedenen Persönlichkeiten der Schweizer Weinbranche, der gehobenen Gastronomie und dem Wein-Journalismus zusammensetzt, wählt jeweils die Liste aus. Angeführt wird das Gremium von Präsident Geny Hess (Weinexperte und Kolumnist), zusammen mit den Önologen Gilles Besse und Jacques Perrin, Elsbeth Hobmeier (Publizistin Wein/Gastronomie), Paolo Basso (Sommelier Weltmeister), Nathalie Ravet (GaultMillau-Sommelier) und Ueli Kellenberger (GaultMillau-Spitzenkoch) vervollständigen das Fachgremium.

Zum ersten Mal 125 Winzer

«In den letzten Jahren haben verschiedene neue Weingüter und Regionen mit wunderbaren Gewächsen auf sich aufmerksam gemacht, sodass die Jury aus den zahlreichen vorliegenden Vorschlägen entschieden hat, die Liste auf 125 Winzer auszuweiten. Die Wahl der besten Weingüter der Schweiz ist für unzählige Weinkenner und Sommeliers eine gute Hilfestellung für den Weineinkauf und natürlich zur Entdeckung neuer Schweizer Weine», erklärt Jury-Präsident Geny Hess.

Die Liste ist nicht abschliessend. Die Jury ist sich bewusst, dass viele Qualitätshersteller darin nicht enthalten sind, da die Anzahl der Weingüter auf 125 limitiert ist. Somit ist es unmöglich, sämtliche Weingüter des Landes zu berücksichtigen. Die Liste wird sowohl im offiziellen Gault Millau Führer Schweiz, als auch in einem Taschenbooklet als Beilage in der «Schweizer Illustrierte» und dem «Illustré» publiziert.

Vier Rookies und eine neue Ikone

Die Auszeichnungen verteilen sich quer durch die Schweiz: Aus dem Kanton Zürich darf sich dieses Jahr der junge Weinmacher Mathias Bechtel aus Eglisau «Rookie des Jahres» nennen. An den Steilhängen von Eglisau keltert der ausgebildete Önologe in seinem eigenen Weingut nicht weniger als 20 Weine.

Die zweite Auszeichnung «Rookie des Jahres» geht an die Brüder Stéphane und Fabrice Simonet aus Môtier am Vully (FR). Vor der Übernahme des elterlichen Guts arbeiteten die beiden auf Top-Domänen in der Schweiz, Neuseeland und Südafrika. Jetzt sorgen sie am Vully für neue Kreationen. Der dritte Preisträger im Bunde ist Roman Rutishauser aus Thal (SG). An den Steillagen des Sanktgaller Rheintals pflegt der Jungwinzer auf 7 Hektaren 8 Rebsorten und eine Palette von 14 Weinen. Das Familiengut führt er nun in dritter Generation.

In jeder Region gibt es Winzer, die Jahr für Jahr den Massstab setzen und somit zu den Besten der Besten gehören. Der Gault Millau zeichnet sie als Ikonen aus. Dieses Jahr wurde  Ivo Monti aus Cademario (TI) mit diesem Titel geehrt.