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Bund: Mehr Geld für Schweizer Wein

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Der Weinkonsum in der Schweiz ist rückläufig. Hohe Lagerbestände belasten die einheimischen Winzer zusätzlich. Nun hat der Bund entschieden, ein Projekt zur besseren Sichtbarkeit von Schweizer Weinen bei Grossverteilern zu unterstützen. Die Massnahme ist befristet bis Ende 2020.

Einen Erfolg können die Winzer verbuchen. Am Donnerstag hat das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) entschieden, die von Swiss Wine Promotion vorgeschlagenen ergänzenden Unterstützungsmassnahmen zur Förderung des Schweizer Weins zu unterstützen.

Problematisch ist für die hiesigen Weinbauern der rückläufige Weinkonsum. Der Marktanteil von Schweizer Wein hat sich bei 35 % eingependelt. Aufgrund guter Ernten haben sich aber die Lager gefüllt. Die letztjährige Ernte war um 12,6 % höher als im Durchschnitt. 

Der Konsum von Schweizer Weinen, obwohl er 2018 eine Zunahme verzeichnen konnte, fiel deutlich niedriger aus als die Weinernte 2018.  Auch in diesem Jahr dürfte die Erntemenge wieder über dem Jahresverbrauch zu liegen kommen. 

Die Winzer haben sich deshalb bereits im Sommer an das WBF gewandt. Ende September fand unter der Leitung des Bundes ein runder Tisch mit Vertretern des Branchenverbands Schweizer Reben und Weine (BSRW), des Schweizer Bauernverbands und der Grossverteiler statt. Hierbei wurde über die schwierige Marktsituation von Schweizer Wein diskutiert. «Der Dialog ergab, dass die Akteure geschlossen hinter dem Anliegen stehen, die finanzielle Unterstützung für die Absatzförderung auszuweiten», schreibt das WBF.

Nebst dem jährlichen Budget zur Förderung von Schweizer Wein (2019: 3,2 Mio. Fr.) wurden weitere Gelder gesprochen. Swiss Wine Promotion (SWP) wird zudem eine nationale Werbekampagne ausarbeiten. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) kofinanziert dieses erweiterte Kommunikationsprojekt zu 50%. Swiss Wine Promotion hat sich zum Ziel gesetzt, die Sichtbarkeit der Schweizer Weine in den Vertriebskanälen der Grossverteiler und des Gastgewerbes (HORECA) zu erhöhen. Das Projekt beginnt im Dezember 2019 und wird während des ganzen Jahres 2020 fortgesetzt.